Unser Spielzeug damals und heute

     
     
 

 

 

                            Ich habe alte Fotos von meiner Mutter ausgekramt. Sie zeigen sie zusammen mit ihrem Spielzeug in den 60er Jahren.

                            Mit diesem Spielzeug habe ich dann 20 Jahre später auch gespielt.

 

 

 

Hier ist Mamas und meine "Bärbel". Ich kenne diese Puppe erst mit Augen, als ich 18 Jahre alt war und sie zum Puppendoktor brachte. Als Kind spielte ich mit ihr ohne Augen. Das ging auch. Das hat nun was Gutes, denn die Wimpern sind noch voll und gut erhalten.

Die Puppe ist ca. 45cm groß und nicht markiert. Der Kopf ist aus Masse, der Körper aus Pappmaché. Das Kleid ist original, die Schuhe habe ich jedoch ergänzen müssen, denn ich habe sie leider nicht mehr.

 

Unten ist meine Mutter mit "Bärbel" etwa im Alter von 4 Jahren zu sehen. Die Bilder sind also ca. von 1960.

               Die Zeit vergeht. Zwischen diesen Fotos liegen knapp 50 Jahre

               und zwei Generationen von kleinen Puppenspielerinnen.

Weiterhin stand unter dem Weihnachtsbaum ca. im Jahre 1960 ein Puppenbett. Als ich es bekommen habe, hatte mein Opa Rollen dran gemacht. Früher hatte es keine.

 

    Dann ist da noch der alte Korbpuppenwagen namens "Jakusch" (keine Ahnung warum er so genannt wird)
    Damals war er noch braun. Als ich ihn bekam, hatte mein Opa ihn weiß gestrichen und meine Mutter hat eine Borte für das Verdeck gehäkelt.

    Des Weiteren besaß meine Mutter einen Puppensportwagen. Ich habe auch noch das originale Kissen dazu. Leider ist mir eine orangefarbene Plastikkugel zerbrochen.

 

 

Das Babypüppchen hier im Sportwagen war die Lieblingspuppe von meiner Mutter. Sie wurde "Elke" getauft, nach ihrer Cousine. Bei mir hieß die Puppe "Florian", denn ich kannte die Puppe nur mit blauem Strampelanzug. Da war es mir als Kind naheliegend, dass es sich bei dieser Puppe um einen Jungen handelt.

Das Puppenbaby ist wahrscheinlich ein Kaufhausstrampelchen von Schildkröt in der Größe 35cm. Der Kopf sieht jedoch anders aus, als die normalen Strampelchenköpfe. Es könnte somit auch eine andere Marke als Schildkröt dahinter stecken.

Ende der 80er/ Anfang der 90er war die Puppe wegen einem Riss in der Hand bei einem Puppendoktor. Dort bekam sie auch neue Farbe auf die Lippen und die Augenbrauen wurden auch nachgezeichnet.

Eine Puppe - zwei Generationen. Man merkt der Puppe deutlich an, dass mit ihr viel gespielt worden ist, denn der Farbabrieb im Gesicht ist enorm. Die weiße Farbe, die nun zu sehen ist, ist der unbemalte Kunststoff Tortulon. Die Kleidung ist noch original alt und das Kissen, auf dem das Puppenbaby sitzt, stammt noch original von meiner Mutter.

Dies ist ein ganz besonders schönes Foto von meiner Mutter mit ihren Puppen. Im Arm hält sie ihre "Elke" bzw. meinen "Florian". Daneben steht eine kleine Schildkröt Ursel. Da diese Puppe leider kaputt gegangen ist, wurde sie entsorgt. Ich kenne diese Puppe nicht mehr. Daneben sitzt "Bärbel" und davor "Rosmarie".

Das Jäckchen, welches "Bärbel" trägt, habe ich heute noch. Es trägt aber nun eine andere Puppe von mir (siehe Foto rechts).

 

 

Wie oben schon erwähnt, sitzt im Vordergrund des Fotos "Rosmarie".

Meine Mutter mochte diese Puppe nie. Sie ist nicht markiert und ist aus Pappmaché. Sie hat sich im Laufe der Zeit am meisten verändert.
Damals hatte sie rot-braune Haare. Als ich sie bekam hat meine Mutter ihr Haare aus gelber Wolle zu zwei Zöpfen geflochten aufgeklebt, da die alte Perücke in Fetzen hing. Danach fielen der Puppe aber die Augen in den Kopf, so dass ich sie ebenfalls als Kind nur ohne Augen kenne. Als ich 18 Jahre alt war, bekam die Puppe endlich wieder ihre Augen eingesetzt und eine neue Perücke bekam sie auch, weil man bei der Augenreparatur die Wollhaare kaputt machen musste. Leider habe ich kein Bild mehr von "Rosmarie" als sie Wollhaare hatte. Sie trägt aber noch originale Sachen von damals. Das Outfit hat meine Oma einmal gemacht.

 


 

 

 

 

Hier ist Mamas und meine "Ingrid".
Es ist eine Schildkröt Ursel der Größe 56. Das Kleid, dass sie auf dem alten Kinderbild anhat, sowie die originalen Schuhe, trägt jetzt meine Gisela (49er Inge, rechts). Aber das Kleid, dass Ingrid heute trägt ist auch original von meiner Mutter (links).

 

Auf dem nächsten Bild ist wieder die 56er Schildkröt-Ursel "Ingrid" zu sehen und auch nochmal "Elke/Florian".

Die Hose, die "Ingrid" auf dem Foto trägt, hat jetzt eine französische Celluloidpuppe an (links). Das Kleid des Strampelchens trägt nun die Schildkröt "Stefanie" (rechts).

 

 

Auf den folgenden Fotos aus den 60er Jahre ist der alte große Teddy aus Mohair-Plüsch mit einer Brummstimme zu sehen. Er wurde vermutlich von Max Hermann, Sonneberg/Coburg ("Maheso-Bär") hergestellt. Dem großen Bären wurden mal die Tatzen erneuert. Jemand aus dem Dorf hatte ihm damals richtig festes Leder auf die Hände und Füße genäht.

Zu dem großen Bären gibt es eine Geschichte:
Als meine Mutter so ca. 5 Jahre alt war, da hat meine Oma den Teddy einer Bekannten hier im Dorf mitgegeben. Die Frau wollte dem Teddy Kleidung stricken. Meine Oma erzählte meiner Mutter, der Teddy wäre in Urlaub gefahren. Und die Frau machte diesen Spaß mit und schrieb in Teddys Namen eine Urlaubskarte.
Als die Kleidung fertig war, und der Teddy wieder daheim, da steckten die Erwachsenen als Jux meinen Onkel, der damals wohl so 1 Jahr alt gewesen sein muss in die Teddykleidung und machten ein Foto von ihm.
Tja, das war die Geschichte unseres Rudolfs, wie ich ihn später getauft habe, der in den Urlaub fuhr und sich da neue Klamotten leistete.
 

 

Hier leistete der Teddy meiner Uroma Anfang der 80er Jahre Gesellschaft.

Er saß immer in der Ecke auf dem Sofa.

 

 

Und nun der liebe Rudolf heute.

Er hat sich kaum verändert. Immer noch ein stattlicher Kerl!

 

Mit dem kleinen Teddy hat mein Onkel damals in den 60ern gespielt. Er ist aus einem Wollmischgewebe und kann ein Quietschgeräusch machen, wenn man ihm auf dem Bauch drückt. Vielleicht ist er von der Firma Clemens, das ist aber nur eine Vermutung. Leider hat der kleine Kerl ein Loch in der Zunge und die Holzwolle ist zu sehen. Die Kleidung des Bären hat meine Oma selbst gestrickt. Ein altes Foto mit dem kleinen Bären gibt es leider nicht.
 

Dieses Foto ist wohl Mitte/Ende der 60er Jahre aufgenommen worden. Meine Mutter hält eine Katze und einen Pekinesen im Arm, mein Onkel einen Elefanten und einen Dackel.

Den Pekinesen und den Elefanten habe ich noch. Der Elefant war früher mal auf Rollen. Man konnte ihn hinterher ziehen. Der Pekinese hat auf dem alten Bild einen Orden, ich weiß aber nicht, was darauf steht. Jetzt trägt der Hund keinen Orden mehr. Den Pekinesen müsste meine Mutter ca. 1966 bekommen haben, als sie im Urlaub in Bad Kissingen war. Die Katze kannte ich auch, aber da ich nie mit ihr gespielt habe, hat meine Mutter sie nach Rumänien in ein Waisenhaus gegeben. Der schwarze Pudel ist mir aber gänzlich unbekannt.

Auf den unteren Bildern sind der Elefant und der Pekinese heute zu sehen.

 
 

Meine Mutter besaß des Weiteren noch einen kleinen ca. 12 cm langen Elefanten. Auf alten Kinderbildern ist er leider nicht zu sehen.

 

 

 

 

 

Hier ist ein weiteres altes Spielzeug meiner Mutter.
Es ist eine Holzdose auf dem ein Froschkönig sitzt. Leider ist schon ein Bein ab und er scheint auch mal Augen gehabt zu haben, die ich aber nicht mehr kenne.

In dieser Dose befinden sich ganz viele Vögelchen aus Holz mit Musikinstrumenten. Die Vögelchen haben eine Größe von ca. 4 cm.

Leider sind die Vögel auch etwas lediert. So vermisst der eine Vogel sein Instument, dem Beckenspieler fehlt ein Becken und dem Trommler fehlt der halbe Hut. Einem Vögelchen fehlt der Schwanz.
Dass der Frosch sein Bein verlor, hat er glaube ich mir zu verdanken. Aber bei den Vögeln bin ich unschuldig.

 

Darf ich vorstellen? - meine Kirmespuppen aus den Jahren 1950 bis 1960! Sie heißen Jutta, Marlene und Marina.

Kirmespuppen deshalb, weil man sie auf einer Kirmes, Kerb, Rummelplatz bei einer Losbude gewinnen konnte. Sie waren meist pompös mit Tüllstoff gekleidet, die Socken (Feinripp) waren an den Füßen festgeklebt und sie hatten weiße Gummischuhe an. Diese Puppen wurden gerne auf ein Bett gesetzt, dann konnte man ihren Rock wie einen Teller ausbreiten.

Die Puppen sind ungemarkt und haben eine Mamastimme auf dem Unterbauch. Sie haben Schlafaugen aus Plastik und der Körper besteht aus zwei Halbschalen, die einfach nur zusammengesteckt sind. Meist haben die Puppen auch einen Laufmechanismus: wenn die Beine sich bewegen, dreht sich der Kopf.
Die Puppen sind ca. 65 bis 70 cm groß und bestehen aus einem grauen Kunststoff, der manchmal auch bunte Schlieren drin hat.  Die Haare bestehen aus billigem Filz.

Diese Puppen wurden in Italien hergestellt. Es gab vermutlich mehrere Hersteller, einer davon war die Firma DOLLY Bambole, die wohl in Rovigo/Italien produzierte.

Und nun zu den Puppen:

Die schwarzhaarige Puppe heißt Jutta. Sie gehörte meiner Mutter und mir. Meine Mutter hat sie mal auf einer Kerb gewonnen, da war sie als Braut bekleidet. Leider habe ich nicht mehr die Originalkleidung. Sie hat keinen Laufmechanismus.


Die zweite Puppe im grünen Kleid ist die einzige Puppe meiner Schwiegermutter. Sie heißt Marina. Ihr Vater hat sie direkt aus Italien mitgebracht. Sie hat einen Laufmechanismus. Die Puppe habe ich leider restaurieren lassen müssen, da sie im feuchten Keller saß und die Bemalung total abgeblättert ist.


Das dritte blonde Puppenmädchen habe ich mir gekauft. Sie heißt Marlene und ist etwas kleiner als die anderen beiden und hat auch einen Laufmechanismus.

 

Meine Mutter musste mal in der Schule ein Stofftier nähen. Sie konnte das aber nicht so gut und so hat es meine Uroma für meine Mutter genäht bzw. viel dabei geholfen. Hier ist das Ergebnis. Ich finde das Tier urkomisch. Ich habe damit als Kind gerne gespielt. Wir haben ihn Ottifant getauft, wahrscheinlich, wegen dem Comicelefant von Otto, wobei dieser eigentlich gar keine Ähnlichkeit mit dem Stofftier hat.

 

Und auch die Tante meines Freundes musste in der Schule mal etwas nähen. Sie hatte sich für eine Puppe entschieden. Ulkig, dass aus der Tante eine Schneiderin geworden ist. Die Puppe befindet sich jetzt auch in meinem Besitz.
 

Und nun zur Ausfahrgarnitur (bestehend aus Jacke und Mütze) meiner Mutter aus den Jahren 1956/57.

Oben hält meine Oma meine Mutter auf dem Arm. Sie trägt die Mütze, die nun meine "Monika" (die Puppe der meiner Großtante) trägt. Die Socken von "Monika" müsste wohl ich als Baby getragen haben.

 

 

 

 

Die Decke auf dem "Monika" sitzt, ist wohl eine der ersten Babydecken meiner Mutter, wie folgende Babybilder beweisen:

 

Und auch mein Onkel hatte eine Ausfahrgarnitur. Sie bestand aus Jacke, Mütze und Socken und ist aus den Jahren 1960/61. Das Bild oben zeigt meinen Onkel mit der Mütze im Kinderwagen liegend, das Foto unten zeigt meinen Onkel bekleidet mit den Socken.

Nun trägt die Ausfahrgarnitur eine Puppe namens "Bernd". Die Decke, auf dem "Bernd" sitzt, ist die original Babydecke meines Onkels.

 

Die Mütze meiner Mutter habe ich damals Ende der 80er/Anfang 90er Jahre meiner "Evi" angezogen. Der Pullover und die Socken, die "Evi" trägt, habe ich als Baby getragen.

Dieses Bild müsste wohl 1984 entstanden sein. Ich habe "Clementine" im Arm. Es ist eine Puppe der Firma Zapf. Die Originalkleidung existiert noch heute. Am rechten Bildrand ist der Puppenwagen "Jakusch" meiner Mutter zu sehen.

Hier halte ich "Jasmin" in die Kamera. Ich hatte ihr hier ein Puppenkleid meiner Mutter angezogen. "Jasmin" habe ich von meiner Uroma geschenkt bekommen. Meine Cousine müsste wohl die gleiche bekommen haben. Das Interessante an der Puppe waren ihre grünen Augen. Sie war die einzige meiner Puppen mit grünen Augen und langen blonden Haaren. Ihre Originalkleidung (bis auf die Bluse) trägt sie nun wieder.

 

 

 

 

 

Auch das große Puppenhaus ist noch original erhalten. Das unterste Stockwerk war noch von meiner Mutter, mein Opa hat dann für mich einfach zwei Stockwerke draufgesetzt. Mein Onkel hat es innen verkabelt, man konnte Lichter an- und ausmachen. Das Lustige war ja, dass mein Opa die Zimmer genauso tapeziert und Teppiche verlegt hatte, wie wir selbst in unserem Haus auch gewohnt haben.

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